Die Zinswende kommt, aber anders als gedacht – Was Sie für ihre Einlagen jetzt wissen müssen

Bestes GirokontoSeit Jahren leiden Sparer unter den niedrigen Zinsen. Die extrem lockere Geldpolitik der EZB und die nach wie vor schwächelnde Weltkonjunktur sorgen dafür, dass Einlagen nicht einmal mehr gegen Inflationsverluste gesichert werden – von einträglichen Renditen vergangener Tage ganz zu schweigen. Höhe- oder besser Tiefpunkt dieser Entwicklung war die Negativverzinsung deutscher Staatsanleihen zu Beginn des Jahres. Jetzt ist die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen erstmals seit neun Monaten wieder über die Ein-Prozent-Marke geklettert. Aber die Effekte für Sparer sind anders als erhofft.

Inhaltsverzeichnis

  • Endlich steigen die Zinsen – Aber leider die falschen
  • Experten empfehlen: Geduldig bleiben und Geldhaltungskosten minimieren
    • Matthias Nemack

Endlich steigen die Zinsen – Aber leider die falschen

Lange haben Sparer gewartet, lange haben sie gehofft und nun endlich scheint es etwas zu werden mit der Zinswende. Die Verzinsung für zehnjährige Bundesanleihen überstieg kürzlich das erste Mal seit neun Monaten wieder die psychologisch wichtige Ein-Prozent-Marke. Diese Entwicklung schürt die allgemeine Hoffnung, dass nun auch die privaten Einlagezinsen endlich wieder ihren Weg nach oben finden werden. Aber diese Hoffnungen werden enttäuscht. Wie die Experten von FMH Finanzberatung in einer Analyse feststellten, blieben die Zinsen auf einjähriges Festgeld bis jetzt so gut wie unverändert.

Gestiegen sind der Analyse zufolge jedoch zehnjährige Hypothekenzinsen, sowie die Zinsen auf Ratenkredite. Einlagen bleiben also schlecht verzinst, Kredite werden hingegen teurer. Eine solche Zinswende hatten sich Anleger sicher nicht herbeigesehnt und eine Wiederkehr von attraktiven Einlagezinsen ist in nächster Zeit auch nicht zu erwarten. Diese werden nämlich in erster Linie von den internen Refinanzierungsmöglichkeiten der Banken beeinflusst, die wiederum durch die extreme Niedrigzinspolitik der EZB weiterhin an extrem billiges Geld gelangen. Auf finanz-lexikon.de kann man sich diese ökonomischen Zusammenhänge schnell und einfach erklären lassen.

Experten empfehlen: Geduldig bleiben und Geldhaltungskosten minimieren

Experten raten daher weiterhin zur Geduld. Solange die EZB und die amerikanische FED ihre Zinspolitik nicht ändern, werden dem hiesigen Sparer auch nicht viele andere Möglichkeiten bleiben. Wichtig ist darum unbedingt die Kosten der Geldhaltung nicht unnötig ansteigen zu lassen. Ein guter Punkt um dort anzusetzen, ist die Kontoführungsgebühr. Auf Bankkonto-kostenlos.de findet man einen umfassenden Vergleich aller kostenlosen Kontomodelle vom klassischen Filial- über das Direkt- bis hin zum Sozialbanking. So lassen sich in diesen schwierigen Zeiten für Anleger vermeidbare Kosten umgehen. Ein Wechsel des Kontos kann sich also durchaus lohnen.

Trotz der mageren Aussichten sollte man sich jedoch keinesfalls auf die vollmundigen Versprechen von Hochrisikoanalagen verlassen. Im jetzigen, angespannten Anlageumfeld sollte man sogar einen besonders großen Bogen um waghalsige Portfolios machen, die eine schnelle Rendite von 15%, 20% oder sogar noch mehr in Aussicht stellen. Denn die schwierige Situation gilt natürlich nicht nur für private Kleinanleger, sondern auch für die Profis. Das Ausfallrisiko und damit der Totalverlust der Einlage sind darum noch wahrscheinlicher als in wirtschaftlich stabileren Zeiten. Experten raten Sparern darum zunächst weiterhin zu konservativen und möglichst kostenneutralen Anlagestrategien.

Matthias Nemack

Matthias Nemack

Matthias Nemack ist seit dem Jahr 2008 als freier Redakteur im Trading-Sektor und als Experte für klassische Geldanlagen tätig. Sein Schwerpunkt liegt dabei aktuell in den Bereichen Girokonten und Tagesgeld.
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Author: Matthias Nemack

Matthias Nemack ist seit dem Jahr 2008 als freier Redakteur im Trading-Sektor und als Experte für klassische Geldanlagen tätig. Sein Schwerpunkt liegt dabei aktuell in den Bereichen Girokonten und Tagesgeld.