Kontoführungsgebühren Vergleich – Tipps zum Kosten einsparen

zum Anbieter norisbankDie Kontoführungsgebühren sind bei einem Girokonto nach wie vor der größte Kostenfaktor. Daher ist es sowohl für Privat- als auch für Geschäftsgirokonten sinnvoll, einen Kontoführungsgebühren Vergleich durchzuführen und so die verschiedenen Banken gegenüberzustellen. In dem Zusammenhang gibt es einige Punkte zu beachten, um das möglichst günstige Angebot zu finden.

  • verschiedene Gebührenmodelle identifizieren
  • das individuell am besten geeignete Kontomodell wählen
  • eventuell Kontoführungsgebühren zurückfordern
  • Kontoführungsgebühren für Geschäftskonto oft verhandelbar
  • auf Sollzinsen beim Vergleich achten

Inhaltsverzeichnis

  • Themenübersicht:
  • 1. Verschiedene Gebührenmodelle erschweren Kontoführungsgebühren Vergleich
  • 2. Das geeignete Gebührenmodell wählen
  • 3. Dispozinsen in den Vergleich einbeziehen
  • 4. Kontoführungsgebühren für das Geschäftskonto im Vergleich
  • 5. Kontoführungsgebühren zurückfordern: bei pauschaler Einzelabrechnung von Buchungsposten möglich
  • 6. Fazit
    • Oliver Schoch

Themenübersicht:

JETZT BEIM ANBIETER ANMELDEN: www.norisbank.de

1. Verschiedene Gebührenmodelle erschweren Kontoführungsgebühren Vergleich

gebuehrenBevor Sie sich mit einem Kontoführungsgebühren Vergleich beschäftigen, sollten Sie sich zunächst einmal darüber informieren, dass die zahlreichen Banken im Bereich Girokonto teilweise ganz unterschiedliche Gebührenmodelle anbieten. Es ist also nicht so einfach, die verschiedenen Kontoführungsgebühren gegenüberzustellen, da es stets auf Ihr persönliches Nutzerverhalten ankommt, welches Gebührenmodell die geeignete Variante ist. Dies trifft insbesondere auf Privatkunden zu, aber auch die Kontoführungsgebühren für das Geschäftskonto sind nicht einfach miteinander zu vergleichen. Im Idealfall finden Sie ein Angebot aus dem Bereich Kontoführungsgebühren.

Bei über 80 Prozent der am Markt angebotenen Gebührenmodelle hinsichtlich der Kontoführungsgebühren handelt es sich um eine der folgenden drei Varianten:

  • monatlicher Grundpreis beinhaltet alle Leistungen und Kosten
  • Mischung zwischen monatlichem Grundpreis und Abrechnung pro Buchungsposten
  • ausschließlich Abrechnung pro Buchungsposten

Immer mehr Banken gehen mittlerweile dazu über, für das angebotene Girokonto bezüglich der Kontoführungsgebühren einen festen Grundpreis auf monatlicher Basis zu veranschlagen. In dem Zusammenhang wird auch gerne von einer Flatrate gesprochen, da in diesem Grundpreis sämtliche Leistungen und alle Kosten enthalten sind, die aus Sicht des Kunden für die Nutzung des Girokontos anfallen. Ein weiteres häufig angebotenes Gebührenmodell beinhaltet eine Art Mischung zwischen monatlichem Grundpreis und der Einzelabrechnung pro Buchungsposten. Diese Modelle sehen häufig vor, dass beispielsweise 25 Buchungsposten monatlich im Grundpreis enthalten sind, während Sie als Kontoinhaber alle weiteren Buchungen pro Monat separat bezahlen müssen. Somit werden dann beispielsweise 15 Cent pro zusätzlicher Buchung berechnet.

Kosten sparen durch Kontoführungsgebührenvergleich

Kontoführungsgebührenvergleich spart Kosten bei der Kontoabrechnung

Das dritte Modell, nämlich die ausschließliche Einzelabrechnung pro Buchungsposten, wurde in der Vergangenheit zwar sehr häufig genutzt, ist mittlerweile aber auch vonseiten einiger Gerichte in die Kritik geraten. So haben bereits mehrere Richter entschieden, dass es Banken nicht erlaubt sei, eine pauschale Einzelabrechnung pro Buchungsposten vorzunehmen.

Am Markt finden sich vor allem drei verschiedene Gebührenmodelle. Es hängt insbesondere von Ihrem Nutzungsverhalten ab, ob beispielsweise der monatliche Grundpreis oder die Abrechnung einzelner Buchungsposten die sinnvollste Gebührenvariante darstellt.

2. Das geeignete Gebührenmodell wählen

ChecklisteBevor es darum geht, einen Kontoführungsgebühren Vergleich zwischen verschiedenen Banken durchzuführen, sollten Sie zunächst einmal für sich persönlich entscheiden, welches der drei zuvor aufgeführten Gebührenmodelle die aus finanzieller Sicht betrachtet optimale Lösung darstellt. Um eine derartige Entscheidung zu treffen, ist es wichtig, dass Sie Ihr eigenes Nutzerverhalten bezüglich des Girokontos kennen. Eine Ausnahme bildet lediglich die Möglichkeit, ein kostenloses Gehaltskonto.

Konkret heißt das, Sie sollten vor allen Dingen wissen, wie viele Buchungen pro Monat über Ihr Girokonto laufen und welchen Leistungsumfang Sie von Ihrem Privat- oder Geschäftsgirokonto erwarten. Auf dieser Basis sollten Sie dann die angebotenen Modelle überprüfen, indem Sie Ihre persönlichen Werte einsetzen und berechnen, welche monatlichen oder jährlichen Gesamtkosten anfallen. Dabei kann es natürlich unter Umständen sinnvoll sein, je nach Ergebnis ihr Girokonto zu wechseln.

Wie dies in der Praxis aussehen kann, soll das folgende Beispiel zeigen:

Der Kunde Max Mustermann nutzt sein Girokonto relativ umfangreich, sodass durchschnittlich etwa 50 Buchungen pro Monat anfallen. Auf dieser Basis stellt seine Bank ihm die drei folgenden Abrechnungsmodelle zur Auswahl bereit:

Gebührenmodell 1
monatlicher Grundpreis: 15,00 Euro
Abrechnung einzelner Buchungsposten: 0 Euro (im Grundpreis enthalten)
jährliche Kosten bei 50 Buchungen im Monat: 180 Euro

Gebührenmodell 2
monatlicher Grundpreis: 7,00 Euro
Abrechnung einzelner Buchungsposten: 25 Cent (ab dem 26. BP pro Monat)
jährliche Kosten bei 50 Buchungen im Monat: 159 Euro

Gebührenmodell 3:
monatlicher Grundpreis: 0,00 Euro
Abrechnung einzelner Buchungsposten: 30 Cent
jährliche Kosten bei 50 Buchungen im Monat: 180 Euro

Wie den jeweiligen Berechnungen entnommen werden kann, ist das Gebührenmodell 2 für den Kunden am günstigsten, wenn ein monatlicher Nutzungsumfang von rund 50 Buchungsposten vorausgesetzt wird.

Wenn Sie sich bei der Berechnung und Kalkulation an dieses Schema halten, können Sie relativ sicher zunächst einmal das Gebührenmodell finden, welches auf Ihr persönliches Nutzungsverhalten am besten zugeschnitten und somit am günstigsten ist.

Beim Kontoführungsgebühren Vergleich ist es zunächst einmal wichtig, sich für das passende Gebührenmodell zu entscheiden. Dazu empfiehlt es sich, auf Basis des persönlichen Nutzerverhaltens zu berechnen, bei welchen Kontomodell die geringsten Gesamtgebühren anfallen.
JETZT BEIM ANBIETER ANMELDEN: www.norisbank.de

3. Dispozinsen in den Vergleich einbeziehen

Nachdem Sie nun wissen, wie Sie grundsätzlich das individuell geeignete Gebührenmodell ausfindig machen, geht es im zweiten Schritt darum, die unterschiedlichen Angebote der Banken zu vergleichen. Bei einem solchen Kontoführungsgebühren Vergleich sollten Sie demnach in erster Linie die veranschlagten Kontoführungsgebühren gegenüberstellen.

Dispokredit und Kontoführungsgebühren vergleichen

Dispokredit gehört auch zu den Kosten des Girokontos

Ein häufiger Fehler, der in dem Zusammenhang begangen wird und vermieden werden sollte, besteht darin, ausschließlich die Kontoführungsgebühren beim jeweiligen Girokonto Vergleichgegenüberzustellen. Dabei wird leider oft vergessen, dass es mit den Dispozinsen einen weiteren erheblichen Kostenfaktor gibt, der ebenfalls in einen Vergleich mit einfließen sollte. Insbesondere unter der Voraussetzung, dass Sie Ihr Girokonto häufiger überzogen haben und somit die zugesagte Kreditlinie nutzen, ist es sehr wichtig, auch die von der jeweiligen Bank veranschlagten Dispozinsen gegenüberzustellen.

Zusammengefasst sind es drei wesentliche Schritte, die Sie bei einem Kontoführungsgebühren Vergleich beachten sollten:

  • 1. Das geeignete Gebührenmodell wählen
  • 2. Kontoführungsgebühren der Banken gegenüberstellen
  • 3. Dispozinsen der Kreditinstitute vergleichen

Ein Kontoführungsgebühren Vergleich besteht in erster Linie darin, die Gebührenmodelle der Banken zu prüfen und die veranschlagten Gebühren für die Kontoführung gegenüberzustellen. Darüber hinaus sollte nicht vergessen werden, auch die veranschlagten Dispozinsen der unterschiedlichen Banken miteinander zu vergleichen. Dabei handelt es sich ebenfalls um einen größeren Kostenfaktor.

4. Kontoführungsgebühren für das Geschäftskonto im Vergleich

VerbrauchertippsDer zuvor erläuterte Vergleich ist selbstverständlich nicht nur für Privatkunden sinnvoll, sondern bietet sich genauso für Kunden an, die ein Geschäftsgirokonto nutzen. Die Kontoführungsgebühren für das Geschäftskonto vergleichen ist allerdings oftmals etwas individueller, da bei vielen Banken in diesem Segment etwas mehr Verhandlungsspielraum vorhanden ist. Daher bietet es sich an, sich individuelle Angebote einzuholen, falls Sie ein Geschäftskonto eröffnen möchten. Allerdings ist es ebenfalls sinnvoll, zuvor einen Vergleich durchzuführen, um zumindest einen groben Überblick zu erhalten, wo die günstigsten Angebote zu finden sind. Ideal wäre es natürlich, ein kostenloses Firmenkonto zu eröffnen.

Grundsätzlich sollten Sie bei einem Vergleich, wenn es um die Kontoführungsgebühren für das Geschäftskonto geht, auf die folgenden Details achten:

  • monatlicher Grundpreis, Berechnung einzelner Buchungsposten oder Mischform
  • Höhe der Sollzinsen
  • mögliche Rabatte bei vielen Buchungen
  • Leistungsumfang des Girokontos (Kreditkarte, Kundenkarte, Kreditlinie etc.)

Geschäftskunden sollten die Kontoführungsgebühren für das Geschäftskonto zwischen den verschiedenen Banken vergleichen und dabei auf einige Punkte achten. Dazu gehört neben dem Gebührenmodell auch die Höhe der Sollzinsen, die von der Bank veranschlagt werden.

5. Kontoführungsgebühren zurückfordern: bei pauschaler Einzelabrechnung von Buchungsposten möglich

vorlage_musterIn der jungen Vergangenheit haben bereits mehrere Gerichte entschieden, dass eine pauschale Einzelabrechnung pro Buchungsposten beim Girokonto, die zahlreiche Banken in der Vergangenheit vorgenommen haben, augenscheinlich nicht rechtens ist. Unter dieser Voraussetzung haben Sie nach jetzigem Stand die Möglichkeit, Kontoführungsgebühren zurückzufordern.

Kontoführungsgebühren bei EInzelpostenabrechnung zurückfordern

Kontoführungsgebühren mitunter zurückfordern

Achten Sie in dem Zusammenhang allerdings bitte darauf, dass dies nur für solche Girokontoinhaber zutrifft, bei denen die Kreditinstitute zuvor eine pauschale Gebühr pro Buchungsposten verlangt haben. Hat Ihre Bank hingegen eine individuelle Vereinbarung mit Ihnen getroffen, ist es nach jetzigem Stand nicht möglich, diesbezüglich Kontoführungsgebühren zurückzufordern

Sollten sich jedoch betroffen sein, ist es ratsam, wie folgt vorzugehen:

  • Höhe der zu Unrecht gezahlten Kontoführungsgebühren feststellen
  • Zeitraum dokumentieren
  • zu Unrecht gezahlte Gebühren schriftlich bei der Bank zurückfordern
  • eventuell weitere rechtliche Schritte einleiten

Bei einer in der Vergangenheit pauschal vorgenommenen Abrechnung pro Einzelbuchungsposten haben Kunden jetzt die Möglichkeit, zu Unrecht gezahlte Kontoführungsgebühren zurückzufordern. Zu diesem Zweck ist es sinnvoll, sowohl die Summe der Gebühren als auch den Zeitraum festzuhalten. Mittels eines Schreibens von der Bank kann dann die Rückerstattung der gezahlten Kontoführungsgebühren verlangt werden.

6. Fazit

fazitHeutzutage gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie Sie bei den Kontoführungsgebühren im Vergleich Kosten einsparen können. Der wichtigste Tipp besteht sicherlich darin, das geeignete Gebührenmodell ausfindig zu machen und dann die verschiedenen Angebote der Kreditinstitute im Bereich Kontoführungsgebühren gegenüberzustellen. Darüber hinaus ist es betroffenen Kunden möglich, zu Unrecht gezahlte Kontoführungsgebühren zurückzufordern.
JETZT BEIM ANBIETER ANMELDEN: www.norisbank.de
Bildquellen:
– #79518522 – © B. Wylezich – Fotolia.com
– #76744388 – © Coloures-pic – Fotolia.com
– #69096039 – © Marco2811 – Fotolia.com

Oliver Schoch

Oliver Schoch

Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann war Oliver Schoch 13 Jahre im Finanzbereich tätig. Auf Basis des umfangreichen Wissens im Finanzsektor ist er seit sechs Jahren als freiberuflicher Finanzredakteur tätig.
Oliver Schoch

Letzte Artikel von Oliver Schoch (Alle anzeigen)



 

 

Author: Oliver Schoch

Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann war Oliver Schoch 13 Jahre im Finanzbereich tätig. Auf Basis des umfangreichen Wissens im Finanzsektor ist er seit sechs Jahren als freiberuflicher Finanzredakteur tätig.