Girokonto und Depot – der Trend zu „kostenlos“ hält an

Bestes GirokontoWas haben ein Girokonto und ein Aktiendepot gemeinsam? Die erste Antwort, die auf der Hand liegt, lautet „beide werden bei einer Bank geführt“. Das ist soweit natürlich richtig, aber es gibt noch eine weitere Gemeinsamkeit, die allerdings erst in den letzten Jahren aufgetreten ist. Girokonten und Aktiendepots gehören zu den im Internet massiv beworbenen Finanzdienstleistungen, die, zumindest was das Girokonto angeht, von fast jedem erwachsenen Verbraucher genutzt werden. Entsprechend hoch fällt die Zahl der potenziellen Kunden aus. Diese wollen umworben, und auch als Kontoinhaber oder Anleger gewonnen werden. Dabei sind die Direktanbieter in der Vergangenheit für die Mitbewerber in der Fläche kaum vorstellbare Wege gegangen.

Inhaltsverzeichnis

  • Neue Gebührenstrukturen locken
  • Völlig neue Gebührenmodelle
  • Bewegung in der Bankenlandschaft

Neue Gebührenstrukturen locken

Sowohl bei Girokonten als auch bei Depots verzichten die Direktanbieter inzwischen zu weiten Teilen auf die klassische Kontoführungsgebühr als auch auf die Depotverwaltungsgebühr. Im Zusammenhang mit dem Girokonto erfreuen sich kostenlose Kreditkarten immer größerer Beliebtheit. Für den Kontoinhaber stellt sich vor diesem Hintergrund die Frage, weshalb er weiter bei einer Sparkasse eine Kontoführungsgebühr bezahlen soll, wenn er seine Dienstleistungen dort im Rahmen des Onlinebankings sowieso selbst ausführt. Der Depotinhaber sieht ganz klar, dass die Nettorendite seiner Investments erheblich steigt, wenn die Depotverwaltungsgebühr entfällt. Girokontovergleiche zeigen, ebenso wie Aktiendepotvergleiche, dass hier jährliche Einsparungen im dreistelligen Bereich möglich sind. Im Vergleich zu Girokonten können die Onlinebroker bei den Aktiendepots allerdings noch mehr Pluspunkte anbieten.

Völlig neue Gebührenmodelle

Während eine Direktbank die entfallenen Kosten für die Kontoführung durch Cross-Selling in andere Produktsparten kompensieren kann, ist dies bei Onlinebrokern nicht möglich. Aus diesem Grund können sie den Handel mit Wertpapieren nicht gänzlich kostenfrei anbieten. Wer jedoch online Aktien handeln möchte, stellt fest, dass es deutlich günstiger geht, als im Rahmen der Gebührenmodelle der Banken und Sparkassen vor Ort. Die einstmals durchgängig prozentual vom Orderwert ermittelte Courtage gehört in vielen Fällen der Vergangenheit an. Sie wurde durch eine feste, vom Volumen her völlig unabhängige Provision ersetzt. Diese kennt in der Höhe nur noch drei Varianten, die vom Börsenplatz abhängen. Im außerbörslichen Handel bieten die Broker sogar kostenlose Trades an.

Bewegung in der Bankenlandschaft

In den letzten Jahren kam Bewegung in die Bankenlandschaft. Für die Generation Internet ist es fast selbstverständlich, dass sie ihr Girokonto online eröffnet. Das Thema Trading steht bei jungen Menschen zunächst kaum auf der Agenda. Hier sind es jedoch die älteren User, die zunächst ihr Depot aus Renditegründen zu einem Onlineanbieter übertragen. Mit der Erkenntnis der massiven möglichen Einsparungen ist es dann häufig nur noch eine Frage der Zeit, bis sie auch in den sauren Apfel beißen und einmalig alle Lastschriften zugunsten eines neuen, kostenfreien online geführten Girokontos umändern.

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