Bank ohne Kontoführungsgebühren – auf Kosten achten

ING-DiBa als Direktbank in DeutschlandDie Kontoführungsgebühren sind sowohl im Bereich der Privatgiro- als auch in der Sparte Geschäftsgirokonten der entscheidende Kostenfaktor, den Verbraucher zurate ziehen, wenn sie sich für ein bestimmtes Girokonto entscheiden. Dabei wird zwar häufig außer Acht gelassen, dass es mit den Dispozinsen bzw. Sollzinsen noch einen deutlich gravierenderen Kostenfaktor gibt, aber natürlich sollten die Kontoführungsgebühren keineswegs vernachlässigt werden. Insbesondere Privatkunden haben seit einigen Jahren eine immer größere Auswahl aus Angeboten, die ein kostenloses Girokonto beinhalten. Wenn also von einer Bank ohne Kontoführungsgebühren gesprochen wird, dann ist damit in den weitaus meisten Fällen gemeint, dass das jeweilige Kreditinstitut für die Nutzung des Girokontos keine Kosten in Rechnung stellt.

Inhaltsverzeichnis

  • Themenübersicht:
  • 1. Bank ohne Kontoführungsgebühren bedeutet Girokonto ohne Kosten
  • 2. Bank ohne Kontogebühren: Das Girokonto kostenfrei nutzen
  • 3. Welche Haken gibt es beim Wegfall der Kontoführungsgebühren?
  • 4. Bank ohne Kontoführungsgebühren für Arbeitslose?
  • 5. Bank ohne Kontoführungsgebühren im Jahr in 2018: aktuelle Lage am Markt
  • 6. Fazit zur Bank ohne Kontoführungsgebühren

1. Bank ohne Kontoführungsgebühren bedeutet Girokonto ohne Kosten

vorlage_musterNatürlich ist es bei einer Bank ohne Kontoführungsgebühren nicht so, dass komplett sämtliche Leistungen, die das Kreditinstitut zur Verfügung stellt, kostenlos sind. Stattdessen ist mit der Bezeichnung „Bank ohne Kontoführungsgebühren“ fast immer gemeint, dass für die Nutzung des Girokontos keine Gebühren berechnet werden. Dabei sollten Sie allerdings nicht vergessen, dass es neben dem Girokonto natürlich noch zahlreiche andere Kontoarten gibt, bei denen durchaus auch Kontoführungsgebühren anfallen können. Zu diesen Kontoarten gehören beispielsweise:

  • Kreditkonten
  • Depotkonten
  • Anlagekonten
  • spezielle Konten, beispielsweise Notaranderkonto

Die Kontoführungsgebühren sind zwar in erster Linie beim Girokonto üblich, aber darüber hinaus findet bei zahlreichen Banken beispielsweise auch für Depot- und Kreditkonten eine Gebührenberechnung statt. Sollten Sie also ganz bewusst tatsächlich eine Bank ohne jegliche Kontoführungsgebühren suchen, sollten Sie sich zuvor im Detail informieren, für welches Konto die Kostenfreiheit überhaupt gilt.

Bank ohne Kontoführungsgebühren spart Kosten für den Kunden

Bank ohne Kontoführungsgebühren als zuverlässiger Partner

Mit einer Bank ohne Kontoführungsgebühren ist in erster Linie ein Kreditinstitut gemeint, welches auf die Berechnung der Gebühren beim Girokonto verzichtet. Darüber hinaus kann es jedoch einige weitere Kontoarten gehen, wie zum Beispiel dass Depotkonto oder das Kreditkonto, für dessen Nutzung Gebühren anfallen.

2. Bank ohne Kontogebühren: Das Girokonto kostenfrei nutzen

gebuehrenEine Bank ohne Kontogebühren ist in erster Linie ein Kreditinstitut, welches bei dem angebotenen Girokonto keine Kosten in Rechnung stellt. Dies bezieht sich zumindest auf die alltäglichen Buchungen, die über dieses Zahlungsverkehrskonto laufen. Dennoch beinhaltet eine solche Bank ohne Kontogebühren nicht zwangsläufig, dass sämtliche Leistungen rund um das Girokonto kostenfrei sein müssen. Kunden nehmen mittlerweile nämlich gerne immer mehr zusätzliche Leistungen Anspruch, die jedoch mitunter zu Kosten führen können, auch wenn das Girokonto grundsätzlich kostenfrei angeboten wird.

Zu diesen zusätzlichen Leistungen gehören beispielsweise:

  • Einreichen beleghafter Überweisungen
  • Postversand der Kontoauszüge
  • Ändern oder Löschen von Daueraufträgen
  • spezielle Zahlungsverkehrsoptionen

Auf diese und weitere mögliche Zusatzleistungen sollten Sie auch bei einem kostenlosen Konto achten. Nicht selten ist es nämlich der Fall, dass die Kostenfreiheit ausschließlich fürs Online-Banking gilt, während das Einreichen beleghafter Überweisungen oder sonstiger Formulare oftmals mit Gebühren behaftet ist. Dies gilt beispielsweise auch fürs Telefonbanking, welches nach wie vor manche Kreditinstitute anbieten.

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Bei einer Bank ohne Kontoführungsgebühren entfallen zwar in der Regel die normalen Kontoführungsgebühren beim Girokonto, jedoch kann es dennoch zu Gebühren kommen. Diese werden beispielsweise berechnet, falls Zusatzleistungen beansprucht werden, wie zum Beispiel die Abgabe beleghafter Überweisungen oder das Ändern eines Auftrages.

3. Welche Haken gibt es beim Wegfall der Kontoführungsgebühren?

Eine Bank ohne Kontoführungsgebühren stellt ein Girokonto zur Verfügung, bei dem keine sonst üblichen Gebühren berechnet werden. In den meisten Fällen ist die Gebührenfreiheit jedoch an mindestens eine Voraussetzung geknüpft. Demgegenüber sind es vergleichsweise wenige Kreditinstitute, die wirklich für alle Kunden ein bedingungslos kostenfreies Girokonto zur Verfügung stellen. Viel häufiger finden sich am Markt jedoch Varianten, die mit mindestens einer zu erfüllenden Bedingung versehen sind.

Kostenloses Girokonto ohne Bedingungen eher selten

Wegfall der Kontoführungsgebühren oftmals an Bedingung geknüpft

Glücklicherweise muss in der Regel nur eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt werden, wenn das angebotene Girokonto tatsächlich kostenfrei genutzt werden soll:

  • Mindestgeldeingang von X Euro pro Monat
  • Mindestgehaltseingang von X Euro pro Monat
  • kontinuierliches Mindestguthaben auf dem Girokonto
  • andere Vermögenswerte in Höhe X bei der gleichen Bank

FAQsZwar sind die meisten dieser zuvor genannten Bedingungen relativ einfach zu erfüllen, aber dennoch wird dadurch die Zahl derjenigen Kunden, die das Girokonto tatsächlich kostenfrei nutzen können, zum Teil erheblich eingeschränkt. Dies trifft insbesondere dann zu, wenn nicht nur eine, sondern mehrere Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Mitunter gibt es aber auch Angebote, wo auch ein Girokonto ohne Mindesteingang gebührenfrei ist. Neben den genannten Bedingungen versteht sich für die meisten Kreditinstitute ohnehin von selbst, dass der Kontoinhaber keinen negativen SCHUFA-Eintrag hat, ein regelmäßiges Einkommen erzielt und seinen Wohnsitz in Deutschland hat.

Ein kostenloses Girokonto ist meistens mit einigen Bedingungen verknüpft, die der Kontoinhaber erfüllen muss. Die Voraussetzungen betreffen fast immer zumindest indirekt die Bonität des Kunden, wenn zum Beispiel ein regelmäßiger Gehaltseingang mit einer Mindesthöhe vorausgesetzt wird.

4. Bank ohne Kontoführungsgebühren für Arbeitslose?

VerbrauchertippsEine häufig gestellte Frage besteht auch in Bezug auf eine Bank ohne Kontoführungsgebühren darin, ob diese Angebote auch für Arbeitslose gelten. Grundsätzlich muss zunächst einmal festgehalten werden, dass natürlich jedes Kreditinstitut selbst und eigenständig entscheiden kann, mit welchen Gebühren das Girokonto versehen ist und für welche Kundengruppe das Angebot gedacht ist. Insbesondere im Bereich der kostenlosen Girokonten ist es nämlich relativ häufig so, dass der Wegfall der Kontoführungsgebühren nur für die folgenden Kundengruppen gilt:

  • Schüler
  • Auszubildende
  • Studenten
  • Beamte
  • Rentner

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Zwar gibt es natürlich auch zahlreiche Banken, die ein kostenloses Girokonto – meist unter den zuvor erwähnten Voraussetzungen – auch an „normale“ Verbraucher, also in erster Linie an Arbeitnehmer, vergeben, aber dennoch kann es auch zu Einschränkungen kommen. Ganz besonders betroffen sind sowohl Kunden mit einer schlechten Bonität als auch Arbeitslose. Der Grund besteht schlichtweg darin, dass eben viele Kreditinstitute für die Nutzung eines kostenlosen Girokontos einen Geld- oder Gehaltseingang in einer bestimmten Mindesthöhe fordern. Arbeitslose können diese Voraussetzung oftmals nicht erfüllen, sodass sich allein aus dieser Tatsache heraus ergeben kann, dass es für nicht erwerbstätige Person unter Umständen schwer ist, ein kostenfreies Girokonto zu finden.

Wegfall der Kontoführungsgebühren oft bei Studenten und Schülern

Bestimmte Kundengruppen zahlen oft keine Kontoführungsgebühren

Arbeitslose gehören normalerweise nicht zu den Kundengruppen, denen Banken gerne ein kostenloses Girokonto zur Verfügung stellen. Der Grund besteht darin, dass im Prinzip für die Bank nur Kosten durch die Führung des Girokontos entstehen, während aufgrund der Tatsache, dass kein regelmäßiges Einkommen vorhanden ist, meistens keine weiteren Geschäfte zu erwarten sind.

5. Bank ohne Kontoführungsgebühren im Jahr in 2018: aktuelle Lage am Markt

ChecklisteWie zuvor bereits angesprochen, hat sich die Situation im Bereich der Banken ohne Kontoführungsgebühren und somit der kostenlosen Girokonten in den letzten Jahren deutlich zugunsten der Verbraucher entwickelt. Aufgrund des hohen Wettbewerbsdrucks bieten immer mehr Kreditinstitute das Girokonto ohne Kontoführungsgebühren an, wobei es mitunter jedoch die zuvor beschriebenen Einschränkungen gibt.

Dennoch ist der Markt im Jahre 2018 dadurch gekennzeichnet, dass normale Bankkunden eine große Auswahl an Girokonten haben, die zumindest dann kostenlos sind, wenn eine bestimmte Voraussetzung erfüllt werden kann. Experten gehen davon aus, dass sich diese Entwicklung auch in den kommenden Jahren fortsetzen wird. Daher ist durchaus zu erwarten, dass man nach einem Vergleich und einer mitunter etwas intensivere Suche zumindest für die normale Kontoführung keine Gebühren zahlen muss, wenn man sich für die passende Bank entscheidet.

6. Fazit zur Bank ohne Kontoführungsgebühren

fazitDie Bank ohne Kontoführungsgebühren ist vom allgemeinen Sprachgebrauch her ein Kreditinstitut, welches für die Nutzung des Girokontos keine Kosten in Rechnung stellt. Sie müssen allerdings beachten, dass es in den überwiegenden Fällen mindestens eine Voraussetzung zu erfüllen gilt, wenn von der Kostenfreiheit profitiert werden soll. Ein Angebotsvergleich ist hier genauso sinnvoll wie das Vorhandensein eines regelmäßigen Einkommens, welches in den meisten Fällen eine zwingende Voraussetzung dafür ist, dass zumindest beim Girokonto keine Kosten für die Kontoführung anfallen.
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Author: Oliver Schoch

Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann war Oliver Schoch 13 Jahre im Finanzbereich tätig. Auf Basis des umfangreichen Wissens im Finanzsektor ist er seit sechs Jahren als freiberuflicher Finanzredakteur tätig.